Die chinesische Geschichte wird in verschiedene Zeitepochen unterteilt. Diese orientieren sich an den Herrschern dieser Zeit. Die Qing-Dynastie begann im Jahr 1616 und herrschte ab 1644. Sie wurde erst mit der Ausrufung der Republik im Jahr 1912 beendet.

Bereits vor dieser Zeit gab es Abbildungen von Hunden auf Porzellan und Papier und als Figuren. Diese sogenannten Löwenhunde hatten schon eine gewisse Ähnlichkeit mit den Pekinesen. Die Löwenhunde stammen aus der buddhistischen Geschichte: Buddha hatte Löwenhunde als Begleiter, die sich zu seiner Verteidigung in Löwen verwandeln konnten. Daher hatten Hunde dieses Aussehens einen großen Stellenwert in der chinesischen Gesellschaft.

Der Palasthund

Pekinesen waren dem chinesischen Herrscherhaus vorbehalten und wurden im kaiserlichen Palast gehalten. Hier wurde die Zucht der Pekinesen betrieben. Die Tiere wurden nur ganz selten an Personen außerhalb des Palastes abgegeben. Sie zu stehlen hätte die Todesstrafe zur Folge gehabt.

Die Kaiserinwitwe Tzu Hsi (1835 – 1908) führte die ersten Rassestandards für die Pekinesen ein.

Zwischen 1856 und 1860 waren Frankreich und Großbritannien in einen Krieg mit China verwickelt. Dabei ging es um die Außenhandelsbeziehungen, die die Europäer zu ihren Gunsten verändern wollten. Der Zweite Opium-Krieg endete mit dem Einmarsch der Briten in Peking und der Zerstörung des Kaiserlichen Sommerpalastes. Schließlich konnten die Europäer als Sieger dieses Krieges China für sie sehr günstige Bedingungen diktieren. Der Zerstörung folgte eine Plünderung der Paläste. Dabei fielen den Briten fünf Palasthunde in die Hände. Für China war dies ein weiterer Affront, da die Tiere nie an die verhassten Europäer ausgehändigt werden sollten.

Ein Pekinese wurde Königin Victoria überreicht. Sie nannte diesen Hund nach dem englischen Wort „loot“ für Kriegsbeute „Looty“. Die anderen vier Hunde begründeten die Pekinesen-Zucht in Großbritannien. Die danach in Europa lebenden Palasthunde stammen alle von diesen vier Vorfahren ab. Bereits im Jahr 1898 gab es vom britischen Kennel Club den ersten europäischen Rassestandard und die Anerkennung als Rasse für den Pekinesen.