Neben den Pekinesen werden die Lhasa Apso und die Shi Tzu als Löwenhunde bezeichnet. Der Legende nach soll Buddha von Löwenhunden begleitet worden sein. Buddha war der Ehrenname des Siddartha Gautama, der ungefähr 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung lebte. Er war der Begründer des Buddhismus. Die Löwenhunde von Buddha konnten sich, um ihn vor Angriffen zu schützen, in Löwen verwandeln.

Die Herkunft der Löwenhunde

Eine andere Legende besagt, dass die Löwenhunde aus einem Löwen und einem Affenweibchen entstanden. Nach dieser Geschichte verliebten der Löwe und das Äffchen sich ineinander und baten einen Gott, ihre Verbindung zu erlauben. Das gestattete der Gott, allerdings unter der Bedingung, dass der Löwe nicht auf seiner Größe bestand. Der Löwe willigte ein. Aus der Verbindung dieses ungleichen Paares entstanden die Löwenhunde, die den Mut und die Stärke ihres Vaters und die Intelligenz und den Sanftmut ihrer Mutter in sich vereinten.

Buddhismus und Pekinesen

Der Buddhismus kam im zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach China. Und natürlich waren die Hunde, die den Löwenhunden des Siddartha ähnelten, dazu ausersehen, seinen Tempel zu bewachen. Diese chinesischen Löwenhunde waren die Urväter der heutigen Pekinesen. Die Menschen bewunderten die Hunde und verehrten sie. Natürlich war nur der Kaiser berechtigt, die Löwenhunde beziehungsweise Pekinesen zu züchten.

Die Verbindung zu unseren Pekinesen

Die Pekinesen kamen Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa, und die adlige Gesellschaft fand sehr schnell großen Gefallen an den kleinen Hunden. Diese waren schließlich schon seit Jahrhunderten mit dem Ziel gezüchtet worden, ihren Menschen gute und unkomplizierte Begleiter zu sein. Von Großbritannien aus kamen die Palasthunde nach ganz Europa und die westliche Welt. Hier wurden sie nach den englischen Rassestandards weitergezüchtet. Großbritannien hat das Patronat über die Zucht.

Die heutigen Pekinesen sind stolze, unabhängige, freundliche, wachsame, mutige und intelligente Tiere. Sie binden sich stark an einen Menschen und kommen besser mit Erwachsenen als mit Kindern zurecht, von denen sich die kleinen Löwenhunde schnell bedrängt fühlen können.