Der Name zeigt es ja eigentlich schon: Der kleine Hund hat etwas mit Peking, der Hauptstadt der Volksrepublik China, zu tun. Ursprünglich war er gezüchtet worden, um als Palasthund den Kaiser und die anderen Bewohner des Palastes zu unterhalten. Er wurde als Löwenhund bezeichnet. Dies ist eine Bezeichnung, die drei Hunderassen hatten. Angeblich hatte Buddha Hunde gehabt, die sich in Löwen verwandeln konnten. Und kleine Hunde, die ein Fell und ein Aussehen hatten das an einen Löwen erinnerte, wurden zu Ehren Buddhas als Löwenhunde benannt und hoch geehrt. Dazu gehören der Pekinese, der Lhasa Apso, der in Tibet gezüchtet wurde, und der Shi Tzu, der ebenfalls aus Tibet stammt, aber ebenfalls im Kaiserpalast in Peking gehalten wurde.

Der Hund aus Peking

Im 19. Jahrhundert kam der kleine Hund über Großbritannien nach Europa. Er war als Peking-Palasthund bekannt, wurde also nach dem Ort bezeichnet, von dem er stammte. Daraus entwickelte sich der Name Pekingese und schließlich Pekinese. Beide Namen können also gleichwertig benutzt werden.

In China wurde er schon lange gezüchtet. Wie weit seine Wurzeln in der Geschichte zurückreichen, ist nicht bekannt. Er ist aber auf vielen Kunstwerken, die zwischen dem 17. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden, verewigt. Bevor China teilweise von Großbritannien erobert wurde, lebten die Pekinesen ausschließlich im Palast bei der Herrscherfamilie. Die Rasse wurde sorgfältig gezüchtet. Es war verpönt, Tiere wegzugeben, egal ob sie verkauft oder verschenkt werden sollten.

Britischer Stammbaum

Bei der Eroberung Pekings im Jahr 1860 erbeuteten die Briten auch fünf Pekinesen. Diese Hunde wurden nach Großbritannien gebracht. Einen erhielt Königin Victoria, die anderen wurden zur Zucht eingesetzt. Aus diesen vier Tieren stammen die europäischen Pekinesen. Ihre Anerkennung als Rasse erhielten sie 1898 vom britischen Kennel Club. Seit dem 20. Jahrhundert sind sie auch in Deutschland bekannt und beliebter Begleiter des Menschen. Weiterhin ist aber Großbritannien für die Entwicklung und Einhaltung der Rassestandards zuständig.